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Epilog / Persönliches

 

Wir, Christina und Klaus sind Jahrgang 1960. Im Rahmen unserer Studien (Kunstpädagogik + Architektur) ist damals die Idee entstanden, der die Tat, in zäher Kleinarbeit, mit dem hier zu sehenden Ergebnis folgte. Wir wussten damals beide nicht, dass die Erstellung eines solchen Projektes so viele Jahre dauern könnte. Die Realisierung des in der Phantasie entstandenen Traumes, eine "Skulptur" in organisch-gebogenen Formen, wider allen Gesetzen des rechten Winkels und der Aufhebung der Symmetrie, brachte uns an Grenzen, die Kompromisse forderten.

So ist die Modellform im Grundriß erhalten geblieben. Die Aufbauten haben sich Aufgrund des Standortes und der damit verbundenen erheblichen Schwierigkeiten verändert. Die Anpassung der Skulptur an die Landschaft und die Einbindung in die schroffen Felsformationen des Bauplatzes, sowie die Unwegsamkeit des Geländes brachten in vielerlei Hinsicht ständige Verzögerungen mit sich.

Sicherlich kann man sich beim Anblick der fertigen Skulptur nicht die Mühen der Baustoffbeschaffung vorstellen, oder den Alltag mit einem heranwachsenden geliebten Sohn, der den Kindergarten und nachfolgend die weiterführende Waldorfschule einer selbstorganisierten Gruppe, sogenannter "Aussteiger" besuchte.

Die Grundkonstruktion in Skelettbauweise (1. Bauphase) entstand mit Hilfe von Studenten des Fachbereichs "Architektur", die hier ihr Praktikum mit großem Eifer absolvierten. In jeder Arbeitsphase ereigneten sich angeregte Diskussionen über Ausführung / Vereinfachung und Einhaltung des vorgegebenen Modells - Fazit: Phantastische Architektur entspringt nicht aus der unmittelbaren spontanen Phantasie.

Gerne hätte ich einfach drauflos geformt und Stein auf Stein, frei nach dem Gefühl, aufeinandergesetzt. Die Gebundenheit an eine Gesamtkonzeption ordnete jedes freie Umgehen streng an den Zusammenhalt. Raum wird durch Formen begrenzt und entsteht aus diesen. Ein ständiges Überprüfen, Suchen und Wiederfinden in der groben Form der Skelettkonstruktion brachte so manche Verirrung, die sich auf ganz eigene Weise mit Erstaunen, beim letzten "Finish" der Feinheiten des Innenausbaus, zu einer Gesamtharmonie der Formensprache entwickelt hatte. Ein Design hat sich im Formenvokabular reproduziert.

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